Matratze © olly - Fotolia.com

Schlafen wie auf Wolke 7 – die richtige Matratze kaufen

Im Schlaf erholen wir uns von den Strapazen des vergangenen Tages und schöpfen neue Energie, um den kommenden Tag problemlos durchstehen zu können. Zumindest in der Theorie. Leider sind bei vielen Menschen Schlafstörungen der Regelfall. Nicht-Einschlafen-Können, Aufwachen nach kurzen Schlafphasen oder gar Rücken- und Hüftschmerzen, all diese Dinge beeinträchtigen die Regeneration des Körpers über Nacht beträchtlich und sind dafür verantwortlich, dass wir uns am nächsten Morgen wie gerädert und so gar nicht erholt fühlen. Doch worin liegt die Ursache für diese Schlafräuber? Und kann man was dagegen tun?

Die Antwort ist einfach: Allzu oft ist die Ursache schlicht und ergreifend eine Matratze, die nicht auf den Schläfer abgestimmt ist. Und weiterführend kann diese Ursache selbstverständlich behoben werden.

Doch wie findet man die richtige Matratze? Worauf sollte man beim Kauf achten? Und worin liegen eigentlich die genauen Unterschiede in den unzähligen angebotenen Matratzen?

Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengestellt!

Welche Matratzenarten gibt es?

Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen:

  • Federkernmatratzen (Bonellfederkern oder Taschenfederkern)
  • Schaumstoffmatratzen (Kaltschaum oder viskoelastischer Memory Foam)
  • Latexmatratzen (synthetischer oder Naturlatex)
  • Wasserbettmatratze
  • Naturmatratzen (Kokos, Torf, Schurwolle, Stroh, Rosshaar,…)

Welche Matratzenart ist die beste?

Man kann nicht pauschal sagen, dass die eine Matratzenart besser ist als die andere. Jede der Arten hat ihre Vor- und Nachteile. Welche Matratzenart für einen Menschen „am besten“ passt, ist von vielen Faktoren abhängig und wird sich im Laufe eines Lebens ändern.

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Matratzenarten?

Schaumstoffmatratzen

  • gute Anpassung an den Körper
  • leichtes Material, leichte Handhabung
  • nimmt Feuchtigkeit gut auf
  • in allen Preisklassen verfügbar

Wichtig: Raumgewicht (gibt die Menge des eingesetzten Materials an) sollte über 40 liegen! Je höher das Rg, desto hochwertiger die Matratze.

– bei niedrigem Raumgewicht schnelle Kuhlenbildung, gerade bei schweren Menschen
– Weichmacher und aufgenommene Feuchtigkeit bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze

Federkernmatratzen

  • atmungsaktiv
  • preiswert

– Spitzen der Metallfedern wirken wie Antennen, Elektrosmog-Gefahr!
– Ausleiern der Federn mit der Zeit, dann Kuhlenbildung

Latexmatratzen

  • punktelastisch, passt sich dem Körper sehr gut an
  • hygienisch und staubfrei
  • reagiert gut auf Temperatur

– spezieller Lattenrost mit eng stehenden Latten erforderlich
– in kühlen Räumen wird das Material starr
– eingeschränkte Bewegung durch einsinken
– schlechte Flüssigkeitsaufnahme, Schweiß kann nur durch Hohlräume verdunsten

Wasserbettmatratze

  • guter Liegekomfort
  • gute Anpassung an den Körper

– entlastet kaum
– hohe Kosten durch Wasser und Strom
– permanente Strombelastung (Elektrosmog)
– eingeschränkte Bewegung

Naturmatratzen

  • rein natürliche Materialien
  • guter Temperaturausgleich
  • gute Feuchtigkeitsaufnahme

– relativ hart
– kaum Anpassung an den Körper
– muss oft gewendet und gut gelüftet werden
– Schadstoffuntersuchungen durch Fachleute notwendig

Wie finde ich die für mich passende Matratze?

Es ist ein Gerücht, dass sich anhand von Körpergröße und Gewicht die perfekte Matratze finden lässt. Die richtige Matratze muss im Schlaf die Funktion der erschlafften Muskulatur übernehmen, nämlich die Wirbelsäule stützen. Gleichzeitig muss sie an Schulter und Hüfte nachgeben, um Druckstellen zu vermeiden. Je nach bevorzugter Schlafposition verändern sich die Punkte, die Unterstützung brauchen bzw. die ein Nachgeben der Matratze erfordern.

In eine zu weiche Matratze sinkt der Körper ein und die Wirbelsäule „hängt durch“, eine zu harte Matratze verteilt den Druck nicht optimal, was die Blutzirkulation stört und zu „eingeschlafenen“ Gliedmaßen führen kann.

Dementsprechend ist es unerlässlich, sich in einem Fachgeschäft mit geschulten Beratern zu informieren und auch Probe zu liegen. Denn nur beim Liegen kann der Fachberater sehen, ob die Wirbelsäule optimal liegt und gestützt wird, und ob die prominenten Körperkonturen (Schulter, Becken, Hüfte) entlastet werden. Besonders bei der Wahl einer Kinderbett-Matratze sollte einen fachmännischen  Rat eingeholt werden.

Matratzen im Test – Stiftung Warentest 1/2012

Stiftung Warentest testet regelmäßig Matratzen und prüft ihre Qualität und Schlafkomfort. So wurden auch dieses Jahr 16 Kaltschaummatratzen (90 x 200 Zentimeter) zu Preisen zwischen 300 und 1.120 Euro unter die Lupe genommen. Aus dem Test hat sich ergeben: Wenn man sich für eine Kaltschaummatratze entscheidet, muss man kein teueres Modell kaufen. So schnitt ein Modell für 300 Euro besser ab als vier andere Modelle für 1.000 Euro und mehr. Die billigste „gute“ war die Panther Evolution 3.0, die nur 300 Euro kostet. Die beste Matratze im Test, die Badenia Irisette Vitaflex Flextube, kostet 650 Euro. Mehr Testberichte finden Sie hier.

Die Testsieger-Matratze können sie bei Betten-Preiswert.de im Internet kaufen.

 

Bild: © olly – Fotolia.com

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