entrance

Nur ein PR-Gag … Das Ikea Umtauschrecht ist wieder futsch

<psensationelle neue IKEA-Umtauschrecht geschrieben und uns schon gefreut wie ein Schnitzel in der Pfanne, denn lebenslanges Wohnen zum Preis einer Zimmereinrichtung, das war einfach zu schön um wahr zu sein.

IKEA: Umtauschrecht war ein Flop, also ein Hit …

Doch der Reihe nach: Zum 25. August 2014 hat IKEA für ein wahrliches PR-Beben gesorgt, als das Unternehmen ankündigte, künftig auf alle Möbel eine lebenslange Garantie zu geben. Wir haben das damals spaßeshalber Möbel-Flatrate genannt. Denn tatsächlich hätte man sich am 25. August bei IKEA komplett ausstatten können und nach wenigen Monaten alles zurückbringen und sich neu einrichten können. Kostenlos! Denn der Neukauf würde mit den zurückgebrachten Möbeln verrechnet werden.

Doch schon zwei Monate später wollte man davon nichts mehr wissen. Die Medien waren … nun ja, voll davon kann man nicht sagen, aber zumindest haben das ein oder andere Blatt davon berichtet. Und das war’s. Anderen Unternehmen wäre online via Multi-Channel-Shitstorm längst das Licht ausgemacht worden, nicht so bei IKEA. Da geht alles seinen Gang. Hat der schwedische Möbelbastler in Deutschland tatsächlich einen so unankratzbaren Ruf, dass die sich alles erlauben können?

Das Heil der Familien liegt in Schweden?!

Es scheint wirklich so zu sein. IKEA hat in den 40 Jahren, die das Unternehmen inzwischen in Deutschland aktiv ist, eine geniale Strategie gefahren und seine Kunden eingelullt. IKEA ist kein Konzern, IKEA ist der nette Typ mit dem lustigen Akzent, der uns schmunzeln lässt, weil er versucht, unsere Sprache zu sprechen. IKEA ist lieb und niedlich. Wie soll sowas denn bitte böse, oder schlimmer: Ertragsorientiert sein?

Tja. Das selige Leben mit immer neuen Möbeln von IKEA ohne Mehrkosten (dafür mit Mehraufwand, weil die Möbel mussten ja zurückgebracht werden) war also vorbei, bevor es begonnen hatte, aber in meinen Augen war das klar. Da hatten sich die erfolgsverwöhnten Schweden-Manager einfach mal zu weit aus dem Fenster gelehnt und hätten beinahe den KNUT gemacht.
Mein Tipp: Etwas weniger bei den menschenverschlingenden Konzernen kaufen und lieber da kaufen, wo Qualität und Kundenservice nicht zur PR-Farce missbraucht werden. So kauft man nämlich Möbel heute.

PS: Auch ich hab Möbel von IKEA

Natürlich hab auch ich Möbel von IKEA. Und es gibt durchaus Möbel-Konzepte aus dem Möbelhaus mit den vier Buchstaben, die meines Erachtens nicht zu toppen sind. Aber in den letzten Jahren sind es unterm Strich immer weniger IKEA-Möbel geworden. Zum einen gefiel mir immer weniger und zum anderen wollte ich nicht der X Millionste Haushalt sein, der die gleichen sechs Möbel im Wohnzimmer stehen hat. Von den Produktions- und Arbeitsbedingungen, die IKEA am Laufen halten, mal abgesehen. Denn in Konzernen zählt der einzige nichts, da zählen Zahlen.
Meine Freundin hat sich mal bei IKEA beworben und hätte den Job auch bekommen. Sie hat abgelehnt. Der Arbeitsvertrag war unserer Meinung nach … na ja, nicht das gelbe vom Ei. Anders will ich es nicht formulieren, um eventuellen Klagen vorzubeugen.

Alternativen gibt es genug. Und es gibt durchaus löbliche Alternativen, Unternehmen, die eben keine Multinationalen Konzerne sind, sondern lokal verwurzelte Familienunternehmen. Mein Tipp: Denkt mal nach, wie IKEA mit Euch umgesprungen ist und ob Ihr sowas bei einem anderen Unternehmen einfach so hingenommen hättet …

VN:F [1.9.22_1171]
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann bewerten, kommentieren oder teilen Sie ihn hier ganz einfach mit Ihren Freunden!
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.



*