Glühbirne, Leuchtstoffröhre oder LED – Die Vielfalt der Leuchtmittel

LEDs © Lukas Sembera

LEDs © Lukas Sembera

Was wäre unser Leben ohne Licht?
Die Antwort ist ganz einfach: es würde nicht existieren. Licht ist lebensnotwendig für uns Menschen, aber auch für Pflanzen, Tiere und sogar für mikroskopisch kleine Lebensformen wie z. B. Bakterien. Pflanzen könnten ohne Licht keine Fotosynthese betreiben und würden somit keinen Sauerstoff produzieren, den Mensch und Tier zum Atmen brauchen.

Da unsere natürliche Lichtquelle, die Sonne, nicht 24 Stunden am Tag in ihrer vollen Helligkeit verfügbar ist, hat die Menschheit künstliche Lichtquellen erfunden: die Lampen. Und für diese Lampen, die im Laufe der Zeit immer mehr an dekorativer Bedeutung gewonnen haben, gibt es die verschiedensten Leuchtmittel.

Damit Sie den Überblick behalten und immer das passende Leuchtmittel mit dem effizientesten Energieverbrauch für Ihre Lieblingsleuchte finden, haben wir die gängigen Leuchtmittel einmal genauer unter die Lupe genommen!

Die Allgebrauchslampe

Die AGL ist unsere gute, alte Glühbirne. Durch einen gewendelten (ja, das heißt wirklich so) Wolframdraht wird Strom geleitet. Die dabei entstehende Reibung lässt den Draht glühen. Damit er nicht verbrennt, herrscht im Inneren des Glaskolbens ein Vakuum. Manche Glaskolben sind auch mit einem chemisch inaktiven Gasgemisch (Stickstoff + Argon oder Krypton) gefüllt, wodurch bei gleichem Stromverbrauch mehr Licht erzeugt wird.

Nachteile der Glühlampe sind zum einen die geringe Energieeffizienz. Nur 5 % der Gesamtenergie werden zu Licht, die restlichen 95 % werden als Wärme abgestrahlt. Schade, dass Wärme nicht leuchtet! Zum anderen ist die recht kurze Lebensdauer ein Nachteil der AGL: ca. 1000 Stunden „lebt“ eine Glühbirne. Im gängigen Privathaushalt wird ca. 3 Stunden am Tag künstliches Licht benötigt, dementsprechend muss die Glühbirne einmal pro Jahr ausgewechselt werden.

Ein Vorteil ist allerdings, dass die Birnen enorm kostengünstig sind.

Die Halogen-Glühlampe

Halogen-Lampen gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Kein Wunder, da sie doch eine große Einsatzvielfalt und kleine Abmaße vorweisen. Ebenfalls ein Grund für den wachsenden Einsatz der Halogen-Lampen ist das Spiel der Spektralfarben, welches diese Leuchtmittel durch ihren Reflektor abgeben. Somit werden tolle Effekte auf beleuchtete Gegenstände gezaubert.

Der Einsatz eines Halogen-Gas-Gemischs im Inneren der Birnen ermöglicht eine bessere Lichtausbeute um 25 % gegenüber herkömmlichen Glühlampen, auch die Lebensdauer ist deutlich höher.

Bei Halogen-Leuchtmitteln unterscheidet man zwischen Hochvolt- und Niedervolt-Systemen.

Hochvolt-Halogenlampen sind problemlos anstelle der AGL zu verwenden, da die gleichen Gewinde (s. Absatz „Sockelgrößen“) vorhanden sind. Sie haben eine doppelt so hohe Lebensdauer wie die herkömmliche Glühlampe, also ca. 2000 Stunden.

Niedervolt-Halogensysteme benötigen einen Transformator, der die Netzspannung von 230 V auf 6, 12 oder 24 V reduziert. Durch ihre viermal so hohe Lebensdauer wie eine AGL (also ca. 4000 Stunden) und dem hellen Licht sind Niedervoltsysteme bestens für den gewerblichen Einsatz, z. B. in Hotels oder Bars, Verkaufs- oder Ausstellungsräumen.  Manche Niedervolt-Halogenlampen haben spezielle Reflektoren, die einen Großteil der entstehenden Wärme nach hinten ableiten. Diese Kaltlicht-reflektorlampen verhindern ein starkes Aufheizen des angestrahlten Objektes.

Leuchtstofflampe

Weit mehr als die Hälfte der gesamten künstlichen Lichtquellen auf der  ganzen Welt sind Leuchtstofflampen. Warum? Weil die Lebensdauer mit 12.000 Stunden enorm lang und der Stromverbrauch sehr gering ist (1/5 einer AGL). Dieses Leuchtmittel ist also ideal für Produktionshallen etc., wo lange viel Licht benötigt wird. Häufiges An- und Ausschalten verkürzt die Lebenszeit der Lampe.

Der „Leuchtstoff“ dieser Lampen besteht aus Quecksilberdampf und geringen Mengen Edelgas (Argon oder Krypton). Er wird durch eine kaum sichtbare UV-Strahlung, die durch Entladungen zwischen den beiden Polen der Lampe entsteht, zum Leuchten angeregt. Je nach verwendetem Leuchtstoff ergeben sich verschiedene Farben.  Ein Nachteil dieses Leuchtmittels ist seine Größe.

Kompaktleuchtstofflampe

Die Leuchtstofflampe auf ein Edisongewinde gebastelt – so könnte man diese Lampe beschreiben. Alle Eigenschaften der Leuchtstoffröhre finden sich in der Kompaktleuchtstofflampe wieder, nur ist diese viel kleiner und somit bestens für den Hausgebrauch geeignet. Die gängige Bezeichnung für dieses Leuchtmittel ist „Energiesparlampe“. Diese Glühbirnen sind zwar etwas teurer als herkömmliche Birnen, aber:  eine Lebensdauer von ca. 12 Jahren und eine Energieausbeute von 25 % überzeugen!

LED

Light emitting diodes – LEDs. Dies ist die neue Generation der Leuchtmittel. Die kleinen, robusten Leuchtpunkte haben eine Lebensdauer von ca. 100.000 Stunden, dies entspricht 11 Jahren Dauerbetrieb. Zudem sind sie quecksilberfrei. Vor allem im Bereich der Wohnraumbeleuchtung haben die LEDs stark an Bedeutung gewonnen. Und bald werden sie die gute, alte Allgebrauchslampe vom Markt verdrängt haben.

 

Bild: © Lukas Sembera

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