Feuer! Feuer! Sicherheit für die Kinder und die ganze Familie! Rauchmelder werden jetzt auch in Hessen Pflicht!

Es brennt! Da hilft jetzt nur die Feuerwehr!

Wenn es einmal richtig brennt, hilft nur noch die Feuerwehr, zu erreichen Europaweit unter der einheitlichen Telefonnummer 112.
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In einigen Bundesländern sind sie längst Pflicht, in einigen Ländern jedoch scheint man die Sicherheit seiner Bürger nicht so ernst zu nehmen: Rauchmelder, oder im sperrigen Beamtendeutsch: Rauchwarnmelder.

Dabei sind die kleinen Geräte in jedem Fall eine tolle Sache, denn sie helfen im Ernstfall Leben retten!

Aus aktuellem Anlass, habe ich mir zu diesem Thema mal Gedanken gemacht. In Hessen

werden die kleinen Lebensretter nämlich zum 01. Januar 2014 Pflicht, und zwar nicht nur bei Neubauten, sondern auch im Bestand!

Hab und Gut und Leben schützen

Wasser und Feuer sind auch im 21. Jahrhundert längst keine beherrschbaren Kräfte geworden, auch wenn es uns vielleicht so vorkommen mag. Laut der Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier brennt es in Deutschland jährlich rund 230.000 mal. Dabei gibt es 6.000 zum Teil schwer Verletzte und 600 Tote.

Dabei ist man sich sicher, dass viele Leben gerettet werden könnten mit einer kostengünstigen und in der Regel fast wartungsfreien Lösung, nämlich dem Rauchmelder.

Mit wenigen Euro können Sie nicht nur Ihre Lieben schützen, sondern auch Ihr Hab und Gut, Ihr Haus oder Ihre Wohnung!

Wie schnell ein Feuer entstehen kann

Wie entsteht denn eigentlich ein Feuer? Klar, die Zeiten, in denen wir alle mit offenem Feuer im Haus hantiert haben, sind längst vorbei, aber das braucht es gar nicht, um einen Brand entstehen zu lassen.

Man kann selbst noch so vorsichtig sein, einen Brand verhindern kann man dadurch nur bedingt. Ganz grundsätzlich braucht es drei Dinge, damit es zu einem Brand kommt:

  • Das brennbare Material, z.B. Holz, Papier, Vorhänge, Tapeten, Zeitungen, Stoffe, Alkohol, Benzin, Farben, Propan- oder Butan-Gas, Methan oder Wasserstoff
  • Die Zündquelle, also Kerzen, Zündhölzer, Zigaretten, generell Hitze oder Wärme, elektrostatische Aufladung, defekte Kabel oder Schalter
  • Sauerstoff

Da Sauerstoff eigentlich immer da ist, wo auch wir sind, denn ohne würde sich das Leben als etwas schwierig gestalten, gilt es also, Brennbares und Zündquelle möglichst zu trennen, beziehungsweise getrennt zu halten.

Man kann noch so vorsichtig sein, absoluten Schutz vor einem Brand in den eigenen vier Wänden gibt es nicht. Eine defekte Mehrfachsteckdose kann genauso Ursache eines Brandes sein, wie eine auf dem Herd vergessene Pfanne, oder die berühmte Zigarette im Bett. Aktuell in der Adventszeit sind natürlich auch Kerzen ein wichtiges Thema!

Auch das Kinderzimmer birgt seine eigenen Risiken: Hier gibt es meist viel Kunststoff-Spielzeug und Spielsachen aus Holz, also in jedem Fall genug Nahrung für das Feuer. Kinder legen da auch gerne mal ein Tuch über die Lampe oder einen Plastikbeutel, um es etwas gespenstischer zu machen. Hier ist höchste Vorsicht geboten!

Meist ist es Unbedarftheit oder Unachtsamkeit, die zu einem Brand führt. Wie schnell hat man den Herd vergessen, wenn das Kind sich weh getan hat. Wie schnell ist man abgelenkt, wenn der Paketbote oder die Nachbarin klingelt.

Und sobald die ersten Flammen weitere Nahrung gefunden haben, ist der Brand alleine nur noch selten zu stoppen.

Vorsorge ist besser als jede Feuerversicherung

Überall gilt, Vorsorge ist die beste Sorge. Für die meisten Verletzten bei Bränden sorgt eigentlich immer der Rauch, beziehungsweise das Kohlenmonoxid. Noch bevor Sie der Hustenreiz wecken könnte, sind sie bereits im Schlaf erstickt. Und das gilt auch für Haustiere, die Sie eventuell warnen sollten.

Und Feuer kann heimtückisch sein. Selbst wenn vielleicht das Haus verschont wurde, oder man die Möbel von der Versicherung ersetzt bekommt, was ist mit den ideellen Werten? Zum Beispiel mit den Familienalben, geliebten Kuscheltieren oder Erbstücken der Familie?

Der Rauchmelder: Wie ist die gesetzliche Lage?

Damit so etwas gar nicht erst passiert und man im Fall der Fälle frühzeitig gewarnt wird, ist der Rauchmelder unverzichtbar und einfach unschlagbar günstig! Hier stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis auf jeden Fall!
In einigen Bundeländern ist er ohnehin bereits Pflicht und muss in Mietwohnung meist vom Vermieter angebracht, aber vom Mieter gewartet werden.

Wie das genau in Ihrem Bundesland geregelt ist, können Sie hier nachlesen: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/home/gesetzgebung/aus-den-bundeslaendern/

In Hessen wird zum Jahreswechsel der Einbau von Rauchwarnmeldern Pflicht! Für Neu- oder Umbauten war dies schon seit dem 24. Juni 2005 so, nun müssen aber auch bestehende Häuser und Wohnungen entsprechend ausgestattet werden. Das bedeutet, in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren (die als Fluchtweg dienen sollen), muss jeweils ein Rauchmelder hängen.
Meines Erachtens ist dies der erste Schritt!

Damit wird man im Fall der Fälle gewarnt. Aber was ich dringend noch zusätzlich empfehle ist ein Feuerlöscher im Haus. Gerade wenn ein Brand im Entstehen ist, kann man mit einem Löscher meist effektiv das Feuer bekämpfen und kann schlimmeres verhindern.
Feuerlöscher kosten nicht viel und können kleinere Brandherde gut unter Kontrolle bringen! Außerdem sind die tatsächlich recht leicht zu bedienen:


 

Wie vermeide ich Feuer, und andere wichtige Informationen

  • Wenn es einmal brennt, ist Eile geboten! Schon rund zwei bis fünf Minuten können für die tödliche Dosis Kohlenmonoxid sorgen!
  • Ist man im Tiefschlaf, hört man weder die Nachbarn, noch die Haustiere. Da muss schon etwas richtig lautes her, damit man aus seinen Träumen geholt wird, deshalb: Rauchmelder!
  • Fett oder andere brennende Flüssigkeiten NIEMALS mit Wasser löschen! Es besteht akute Explosionsgefahr! Am besten die Luftzufuhr abschneiden (z.B. Deckel auf die Pfanne!) oder eben den Feuerlöscher (mit der entsprechenden Brandklasse!!!) holen!
  • Heiße Asche gehört auf keinen Fall in die Restmülltonne! Die Hitze reicht aus, um die Tonnen in Brand zu stecken! Die Asche immer erst abkühlen lassen.
  • Ein Rauchverbot in der Wohnung sollte heutzutage problemlos durchsetzbar sein. Als Nichtraucher ist das ja ohnehin kein Thema, als Raucher sollte man sich angewöhnen, sich zum Rauchen nach draußen zu begeben, zum Beispiel auf den Balkon oder die Terrasse.
  • Elektrische Geräte immer ausschalten!
  • Keine defekten oder notdürftig geflickten Geräte benutzen
  • Zündquellen möglichst weit weg von brennbarem Material halten. Das bedeutet unter anderem: Ordnung halten und z.B. den Papierkorb regelmäßig leeren oder Glühlampen nicht zu nah an Oberflächen heranzubringen, damit diese sich nicht übermäßig erwärmen

Wenn es einmal brennt – was tun?

Ist der Brand erst einmal ausgebrochen und ist nicht mehr problemlos zu löschen, also ohne Eigengefährdung gilt auf jeden Fall: Erst Menschenleben retten, wichtige Unterlagen retten und dann eventuell den Brand bekämpfen!

Und in jedem Fall die Feuerwehr verständigen. Auch die hat es leichter, je kleiner das Feuer ist! Als Laie kann man nur schwer abschätzen, wie gefährlich der Brand wirklich ist.

Inzwischen ist der Feuerwehrnotruf europaweit einheitlich (und da sage noch einer, die EU wäre nur was für genormte Bananen und Gurken!) und lautet: 112.

Effektiv ist diese Art der Vorgehensweise bei einem Brand:

Bei einem Feuer kommt es auf jede Sekunde an, deshalb sollte man sich gut vorbereiten und sich ab und zu ins Gedächtnis rufen, was zu tun ist:

  • Die Feuerwehr rufen und den genauen Ort mit Anschrift und eventuellen Besonderheiten (Hinterhof, sechster Stock oder ähnliches) melden
  • Personen in der Gefahrenzone warnen und gegebenenfalls verletzten Personen helfen.
  • Sind Rettungswege ordnungsgemäß ausgewiesen kann man sich an diesen Schildern orientieren (Keine Aufzüge benutzen!)
  • Vielleicht eigene Löschversuche unternehmen, sofern man sich das zutraut und keine Gefahr für das eigene Leben besteht

Zu guter Letzt bleibt mir nur, auf das berühmte und inzwischen auch berüchtigte Internetkaufhaus zu verweisen, wo man eine große Auswahl an Rauchmeldern findet, nicht aber ohne darauf hinzuweisen, das man bei sich vor Ort mit Sicherheit auch das ein oder andere Unternehmen finden wird, das diese Produkte führt!

„Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet sich vor dem Funken der Weisheit!“ frei nach Jupp Müller.

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Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde es gut, dass in immer mehr Bundesländern gesetzliche Regelungen in Kraft treten. Rauchmelder können erwiesenermaßen Leben retten und sollten deshalb bundesweit zur Pflichtausstattung gehören. Und ein kleines Plätzchen an der Decke für das Gerät findet sich doch wirklich in jedem Raum 🙂

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  2. Hallo,

    vielen Dank für die guten Tipps! Schön auf einem Möbelblog auch einmal einen Artikel zum Thema Sicherheit zu finden, gehört ja auch dazu! 🙂 Weiter so!

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