Die wichtigsten Möbel-Trends für 2012: Ergebnisse der Möbelmesse in Köln

Eine strikte Aufteilung der Wohnräume nach ihrer Funktionalität ist schon längst die Vergangenheit. Heutzutage herrscht totale Freiheit, was die Einrichtung der eigenen vier Wände betrifft. Wohn-, Ess- und Schlafbereiche verschmelzen und haben sich schon längst von ihren alten Funktionen gelöst. Man setzt das Fernsehen in den Küchenbereich, stellt den Esstisch mit bequemen Esssesseln in die Küche und macht sie zu einem Kommunikationszentrum. Oder aber man vereint Bad und Schlafbereich, indem man eine Badewanne ins Schlafzimmer stellt. Auch Möbel sind flexibler geworden und erfüllen mittlerweile mehrere Funktionalitäten.

Hier sind die wichtigsten Möbel-Trends, die auf der Kölner Möbelmesse 2012 im Januar im Mittelpunkt standen.

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Multifunktionalität

Multifunktionalität ist ein Trend, der viele Bereiche unseres Lebens prägt und fast schon als Zeitgeist angesehen werden kann. Fast alles wird multifunktional, auch Möbel. Kleine Wohnräume und wenig Platz verlangen nach Möbel, die mehrere Funktionen erfüllen. Ein Sofa muss schnell und einfach zu einem Schlafsofa umgewandelt werden. Ein Esstisch muss nach Bedarf auch größere Runde mit Freunden ermöglichen. Küchenmöbel soll nicht nur ihre Funktion erfüllen, sondern auch Gemütlichkeit schaffen, da man oft Wohn- und Küchenbereiche mit einander vereint. Aktuell ist auch das Zusammenspiel von Möbel und Technik sehr wichtig geworden. Immer mehr Menschen benutzen diverse Technik, die in Einrichtung integriert sein will. So entstehen Wohnwände, die Flachbildschirm verbergen oder Kommoden mit einer integrierten iPhone Dockingstation. Insgesamt werden Möbel der kommenden Saison deutlich kleiner, weil die Technik immer kompakter geworden ist.

Natürlichkeit

Durch die Vermehrung der neuen Technologien steigt auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Natur. Natürliche Stoffe in der Möbelindustrie ist ein Megatrend der Möbelmesse in Köln. So wollen immer mehr Menschen natürliche, echte und authentische Materialien in ihrem Haus haben. Unbehandeltes Holz, Massivholz, Filzsitze, Echtmoos als Wandbild, Korkfußboden, eine Holzbadewanne, gepresste Gräser in gläsernen Duschtrennwänden, vermehrt Leder als Bezugsmaterial und echtes Tierfell, Dielenboden – Hauptsache Natur. Wichtig ist – es muss in einem modernen Design präsentiert werden. Materialehrlichkeit dominiert in allen Möbelsegmenten: Holz, Glas und Stein werden bevorzugt. Beim Trendthema Holz erlebt Eicheihr Comeback. Ob Tisch, Bett, Schrank oder Fußboden – überall findet sie ihre Anwendung. Eiche hat den großen Vorteil – sie ist “unkaputtbar”.

Nachhaltigkeit

In den Zeiten der globalen Ressourcenknappheit ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig, auch auf der Möbelmesse hat es einen wichtigen Platz eingenommen. Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung waren Hauptthemen in Köln. Immer mehr Hersteller legen großen Wert auf die Herstellung ihrer Möbel im Einklang mit der Umwelt. Deswegen lassen sie sich immer öfter zertifizieren, z.B. mit FSC Siegel, um den Verbrauchern diesen Mehrwert zu bieten. Dabei spielt auch die Herkunft der Materialien immer wichtigere Rolle. Verbraucher verlangen nach mehr Transparenz und wollen mehr über die Materialien wissen, aus denen Ihre Möbel hergestellt werden.

Individualität

Individualität ist auch ein zentrales Thema auf der Möbelmesse. Hersteller versuchen Bedürfnisse der einzelnen Kunden zu berücksichtigen und Produkte anzubieten, die ihre Interessen, Wünsche und Geschmack berücksichtigen. So entstehen vielfältige Designs, Farb- und Funktionsmodelle, die jeden Verbraucher ansprechen sollen. Oder auch man bietet Möbel an, die vom Kunden selbst gestaltet werden können. Auch im Möbelsegment ist das Thema der „Self-Customizing“ präsent. So hat Philip Strigel eine Firma Modu Chair gegründet, die Stühle aus Massivholz anbietet, welche von Kunden aktiv gestaltet werden können.
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