La Siesta-Hängematte © LaSiesta

Die Welt der Hängematte: ihre Herkunft und Herstellung

Entstehungsgeschichte einer Hängematte

Die Hängematte hat ihre Reise nach Europa mit Kolumbus gemacht. Kolumbus lernte Hängematte bei der Wiederentdeckung Amerikas kennen und nannte sie in seinem Bordbuch (1492) „Hamaca“.


Damit meinte er Baumwolltücher oder Baumwollnetze, in denen Einheimischen geschlafen haben, die er auf seiner Reise durch Süd- und Zentralamerika gesehen hat. Es wird vermutet, dass die Ursprung der Hängematte vor ungefähr 1000 Jahren in Mittelamerika bei den Mayas zu finden ist. Der Ursprung der Wortes „Hamaca“ liegt in der Bezeichnung der Taino-Indianern auf Haiti für ihre Schlafnetze, die hamáka genannt wurden. Hamáka bedeutet „geworfenes Fischernetz“ – das Netz wurde von Indianern sowohl beim Fischfang als auch für täglichen Gebrauch eingesetzt. Es schützte Menschen im Schlaf vor Schlangen und anderen gefährlichen Tieren. Heute ist die Hängematte ein wichtiger Alltagsgegenstand in den meisten lateinamerikanischen Länder einschließlich Mexiko, Guatemala, Nicaragua, El-Salvador und Costa-Rica – und südamerikanischen Länder wie Brasilien und Equador.

Herstellung und Material der Hängematte

Am Anfang wurden Hängematten aus der Rinde des Hamak-Baums gesponnen. Später wurde sie durch Sisalpflanze ersetzt, da dieses Material mehr verfügbar und weicher war, als die Baumrinde. Erst im modernen Zeitalter setzte man Baumwolle statt Sisal bei der Herstellung von Hängematten ein. Seitdem ist Baumwolle das bevorzugte Material für Hängematten geworden, weil es bei der dichten Webart sehr stabil und strapazierfähig ist. Außerdem dehnt sich Baumwollstoff nicht und fühlt sich angenehm an. Bei der Hängematte aus Baumwolle muss beachtet werden, dass sie nicht witterungsbeständig ist, durch die Nässe und Sonneneinstrahlung wird sie schnell mürbe. Deswegen sollte Hängematte abgehängt und trocken gelagert werden.
Es gibt auch Hängematten aus strapazierfähigen Stoffen – das sind meistens Kunstfasern, wie z.B: Elltex, Weathertex oder Duracord, die jeweils eingetragene Warenzeichen der Hersteller darstellen. Diese Kunststoffe sehen optisch zum Teil wie Baumwolle aus und fühlen sich auch so an. Solche Hängematten werden auf denselben Maschinen genauso gewoben wie Baumwollhängematten und erreichen eine ähnliche Stabilität. Sie bieten einen großen Vorteil – sie sind wetterfest und lichtecht.
Ein drittes Material, aus dem Hängematten hergestellt werden, ist Fallschirmseide. Daraus werden typische Reisehängematten gefertigt, die sehr strapazierfähig sind. Sie lassen sich klein packen und sind sehr leicht. Leider haben sie aber einen Nachteil: sie sind luftundurchlässig.

Hängematten – Arten

Hängematten lassen sich in Tuchhängematten und Netzhängematten unterscheiden. Tuchhängematten sind hauptsächlich in Nord- und Südamerika verbreitet. Die Netzhängematten, die auch der ursprünglichen Tradition entsprichen, kommen aus Mexico. Bei dieser Hängematte werden die einzelnen, dünnen Baumwollfäden in einander geschlungen. Dabei entsteht ein feinmaschiges Gewebe, das wesentliche mehr Gewicht aushält als eine Tuchhängematte. Das liegt daran, dass die Last auf eine große Anzahl von Fäden verteilt wird.

Eine weitere Unterscheidung der Hängematten wird anhand dessen gemacht, ob eine Hängematte einen Spreizstab hat oder nicht. In den klassischen Hängemattenländern Südamerikas, in denen die Hängematte auch vor allem als Schlafstätte benutzt wird, hat man schon immer die klassischen Hängematten ohne Stab bevorzugt. Die Stabhängematten sind mehr in Europa und Amerika verbreitet. Ein Stab hält die Liegefläche offen und kommt einer klassischen Liege am nächsten. Die Stabhängematte hat aber den Nachteil, dass sie sich leicht um die Aufhängepukte verdrehen kann und der Benutzer rausfällt.

Größe der Hängematten

Neben den Hängematten gibt es weitere ähnliche Produkte, die sich in ihrer Funktion unterscheiden: Hängestühle, Hängesessel, Babyhängematten und Familienhängematten. Bei der Wahl einer Hängematte müssen Platzverhältnisse berücksichtigt werden. Stabhängematten benötigen in der Regel weniger Platz in der Länge als die normalen Hängematten, weil sie mehr aufgespannt werden. Single-Hängematten haben Länge zwischen 300-350cm, typische Doppelhängematten – zwischen 350-400cm.

 

Bild: © LaSiesta

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